Jahresrückblick

2020/2021

Stand, September 2021

Liebe Leser und Leserinnen unserer Schulnachrichten!

Und noch ein weiteres seltsames Schuljahr, das hinter uns liegt. Der eingeschränkte Start aufgrund von Kohortenbildung ermöglichte uns nur begrenzt, den Schülern eine Mittagspause zu bieten, die AGs enthielt bzw. wo sie gemütlich zum Essen zusammenkommen konnten. AGs kamen aufgrund der geringen Schülerzahl nicht zustande. Beim Essen mussten wir in minimalen Zeitschienen Kleingruppen durchschleusen, die sich dann auch noch entsprechend beeilen mussten, um den Raum schnellstens für die nächsten freizumachen. Die Organisation drumherum machte uns wenig Spaß. Einige Schüler ließen sich dadurch komplett vom Mittagstisch abschrecken.

Unser Interimsaufenthaltsraum fiel einem zweiten Lehreraufenthaltsraum zum Opfer, so dass alle Schüler irgendwie in der Mittagspause zu bändigen waren. Während dieser Zeit wurde wieder klar, wie eng wir gerade mit Räumlichkeiten bestückt sind und wir fanden es umso schlimmer, dass die Baumaßnahme noch nicht einmal angefangen worden war, die die Auslagerung der Cafeteria zur Folge hätte und damit die Umverteilung von Schülern auch auf diese Räumlichkeiten. Wie wir mittlerweile wissen, ist das Projekt derzeit wegen der fehlende Haushalte nicht auf den Weg zu bringen. Hier macht sich große Frustration im Kollegium und vor allem bei mir als Schulleitung breit.

Corona bedingter und vor allem auch Nicht-Corona bedingter Lehrerausfall machten uns außerdem das ganze Schuljahr das Leben schwer. 100 Fehlstunden waren streckenweise gegeben, wobei die erfreulichen Ausfälle wegen dreier Schwangerschaften (Wir sorgen für unseren Nachwuchs selbst) immerhin wegen des Fernlernunterrichts nicht so ins Gewicht fielen, weil die Kolleginnen dennoch ihrer Arbeit nachgehen konnten. Im normalen Schulbetrieb wäre das gar nicht aufzufangen gewesen. Weggefallener Sportunterricht ermöglichte außerdem, dass anderer Fachunterricht stattdessen gegeben werden konnte.

Nach der langen Fernlernzeit, die für manche Schüler schlussendlich zum Desaster wurde, versuchten wir noch möglichst viel zu tun, was den Schülern andere Perspektiven bieten konnte, als nur ans Lernen (vor den Bildschirmen) zu denken: Mit den 9ern gings ins Theater. Die 8er durchliefen ein 14-tägiges Werkstattpraktikum beim IB und hatten ganz reguläKr und vor Ort ihren Bewerbertag.

Wir setzten noch einige Sporttage sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe an, einschließlich Würstchenbraterei seitens der SMV und großes Eisessen, gestiftet vom Förderverein. Die 5er holten ihr Sozialtraining mit Frau Nitsche nach. Alle waren noch irgendwie auf Wandertagen, Kleinere schafften es ins Monbachtal oder zum Imker nach Hamberg, Größere bis zum Döner-Imbiss. Eltern-Schüler-Hocketse im Freien waren auch möglich und die Schüler unserer Abschlussklassen konnten wir mit einer kleinen Abschiedsfeier in ihren nächsten Lebensabschnitt schicken.

Da unsere Bläserklassen in der Grundschule immer Onlineunterricht gehabt hatten, war es möglich, dass sie am letzten Schultag den Gottesdienst umrahmten, der auf dem Schulhof stattfinden konnte. Somit kamen da alle Grundschüler zusammen und mit den Sekundarstüflern gabs am Ende auch noch eine Schülervollversammlung. Wir endeten eigentlich fast wie immer und spürten insgesamt eine gute Stimmung unter den Schülern.

Auch in diesem Jahr bedanke ich mich nicht bei allen Mitstreitern in ausführlicher Form. Sie dürfen sich an dieser Stelle alle angesprochen fühlen. Ich bedanke mich gerne wieder bei den Eltern, die unseren Einsatz während des Fernlernunterrichts so lobend erwähnt haben und bei denjenigen, die dankbar waren, dass wir die Präsenzzeiten so groß wie möglich gehalten haben und auch bei jenen, die erkannt haben, dass eine Dauerpräsenz unserer Abschlussschüler von Weihnachten bis zur Prüfung keine Selbstverständlichkeit war. Ich bedanke mich bei meinen KollegInnen und Frau Nitsche, unserer Schulsozialarbeiterin, die sehr viel Einsatz gebracht und den Kontakt mit den Kindern gehalten haben.

In der Grundschule wird auch in diesem Sommer auf "Lernbrücken" verzichtet, in der Sekundarstufe werden einige lustvolle LernerInnen da sein, um Inhalte zu vertiefen.

Wir freuen uns mit unseren frischen und zukünftigen Müttern, Frau Eichhorn, Frau Kunz und Frau Siebler, die wir im nächsten Schuljahr leider nicht an Bord haben werden. Wir freuen uns für Frau Schönhardt, die in Pension gegangen ist. Auch für Frau Kunkis, die in einer Minifeier im Juni von uns "entlassen" wurde. Unseren beiden diesjährigen FSJ-Kräften, Frau Kassem und Herrn Schäfer, wünschen wir alles Gute für ihre Zukunft, wobei Frau Kassem bereits seit April ihr Pharmaziestudium aufgenommen hat. Vielen Dank an unsere neue Sekretärin, Frau Staude, die sich schon ganz gut bei uns eingelebt hat und an Herrn Nitsche, unseren Hausmeister!

Ich wünsche uns allen eine erholsame Auszeit und hoffe sehr, dass das kommende Schuljahr deutlich weniger anstrengend wird wie das vergangene.

Ihre
Helga Schuhmacher
Schulleiterin

PS: Immer wieder suchen wir nach Jugendbegleitern, die unsere Schule stundenweise in vielfältiger Hinsicht bereichern. Melden Sie sich gerne und fragen Sie, was es damit auf sich hat, unter schulleitung@vib-neuhausen.de